Spezialisiertes Gutachterportal · seit 1998

Schadenanalyse von der Zelle bis zur Gebäude­installation.

Unabhängige, gerichtsfeste Gutachten zu Hochvoltbatterien, Lithium-Ionen-Akkus, Thermal-Runaway-Ereignissen, Bränden an Elektrofahrzeugen, Ladeinfrastruktur, E-Bikes, Pedelecs, E-Scootern und Tuning. Restwert, Reparatur­fähigkeit, Regress, Obliegenheit, Produkthaftung — technisch geklärt, statt juristisch behauptet.

Elektromobilität ist nicht gefährlich. Aber sie verändert das Schadenbild — und braucht Gutachter, die Elektrochemie, Hochvolt-Systemtechnik, Ladeinfrastruktur und Gebäudeelektrotechnik gemeinsam bewerten.

27+
Jahre Brand­ursachen­analyse
24/7
Tatort­sicherung weltweit
8
Sprachen ladungsfähig
Live · Modul-Forensik

HV-Pack · Modul 7 von 12NMC 622 · 96s2p · 90 kWh nominal

Auslöserzelle7-B-3 · > 200 °C
Propagation4 Zellen · 1 Modul
Mechanismusinterner Kurzschluss
BMS-Eingriff vorabnicht protokolliert
Forensik-StackCT · REM/EDX · IC · CAN-Trace
Schadenbild Elektromobilität 1 Schadenbild Elektromobilität 2 Schadenbild Elektromobilität 3 Schadenbild Elektromobilität 4 Schadenbild Elektromobilität 5 Schadenbild Elektromobilität 6 Schadenbild Elektromobilität 7 Schadenbild Elektromobilität 8 Schadenbild Elektromobilität 9 Schadenbild Elektromobilität 10 Schadenbild Elektromobilität 11 Schadenbild Elektromobilität 12 Schadenbild Elektromobilität 13 Schadenbild Elektromobilität 14 Schadenbild Elektromobilität 15
Auftraggeber Versicherer · Rückversicherer Gerichte & Staatsanwaltschaft Rechtsanwälte Hersteller & Importeure Flottenbetreiber Hausverwaltungen & Immobilien Industrie
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Eine Feststellung „der Akku hat gebrannt" ist kein Gutachten. Sie ist der Anfang einer Frage — nach Auslöser, Mechanismus, Verantwortungsbereich, Schadenhöhe und Restwert. Genau diese Fragen beantworten wir.
— Leitsatz des Sachverständigenbüros
Sechs Themencluster

Ein Fachportal für die volle Schadenkette der Elektromobilität.

Klassische Kfz-Begutachtung endet an der HV-Trennstelle. Klassische Elektrobegutachtung endet am Stecker. Wir decken den Bereich dazwischen — und alles, was juristisch und wirtschaftlich daran hängt.

CLUSTER 01

Batteriebrände & Thermal Runaway

Zellebene, Modulebene, Packebene. Auslöserzellen-Identifikation, Propagationsanalyse, Versagensmechanismen — vom internen Kurzschluss über Lithium-Plating bis zur Separator­degradation.

  • Zellforensik
  • CT & REM
  • BMS-Logs
  • Propagation
CLUSTER 02

Hochvolt­fahrzeuge nach Unfall, Brand, Überschwemmung, Ladeereignis

Crashfolgen, latente Schäden, Wassereintritt, Schnellladeschäden. Bewertung von Reparatur­fähigkeit, Sicherheits­relevanz und Wieder­in­betrieb­nahme­fähigkeit.

  • BEV · PHEV · HEV
  • SoH-Bewertung
  • Crashdaten
  • Quarantäne
CLUSTER 03

E-Bikes, Pedelecs, E-Scooter, Tuning & Akku­manipulation

Akkubrände im Wohn- und Geschäfts­bereich, Drittakkus, Importware, Ladegeräte. Tuning als technische Manipulations- und Kausalitäts­frage — nicht nur als Verkehrs­rechtsthema.

  • Drittakkus
  • Ladegeräte
  • Tuning-Forensik
  • Eigenbau
CLUSTER 04

Ladeinfrastruktur, Wallbox, Mehrfamilienhaus, Tiefgarage

Vom Hausanschluss bis zur Type-2-Verriegelung. Lastmanagement, Schutzkonzept, Schutzorgane, Verteiler, Zähler, FI/RCD, OCPP-Backend, PLC-Handshake — und ihre brand­ursächliche Bewertung.

  • VDE 0100-722
  • Lastmanagement
  • § 14a EnWG
  • Inlet/Stecker
CLUSTER 05

Restwert, Reparatur­fähigkeit, Quarantäne, Transport, Lagerung, Second Life

Modul-/Zell­ersatz statt Komplett­austausch. Schadenminderungs­obliegenheit. Beweissichere Bergung nach ADR. Verwertbarkeit von Hochvolt­speichern statt vorschneller Vernichtung.

  • SoH
  • ADR-Transport
  • Modul-Reparatur
  • Recycling
CLUSTER 06

Versicherung, Obliegenheit, Regress, Produkt­haftung, Betreiber­pflichten

Technische Plausibilität für Deckungs­entscheidungen. Abgrenzung Eigen- vs. Fremd­ursache. Beweis­sicherung für Rückgriff. Prüfung von Herstellerpflichten und Betreiber­verantwortung.

  • Regress
  • Obliegenheit
  • Produkthaftung
  • Beweiskette
Wissen · Lithium-Ionen-Akkumulator

Hohe Energiedichte ist die Stärke — und die schadentechnische Schwäche.

Bei einem Defekt wird die im Akku gespeicherte Energie nicht mehr kontrolliert als elektrische Leistung abgegeben, sondern kann schlagartig in Wärme, Gasbildung, Druckaufbau, Flammenbildung und Zellzerstörung übergehen. Was technisch dahintersteckt — und warum die Begriffe „Brand" und „Explosion" hier präzise unterschieden gehören. Volle Wissensdatenbank ansehen → 16 Fachseiten

Phasen des Thermal Runaway
Phase I
≈ 60 – 90 °C

Versagen der Schutzgrenzschicht

Erwärmung, Lithium-Plating, beginnende Dendriten­bildung, Degradation der SEI-Schicht an der Anode. Noch keine sichtbare Reaktion, aber messbare Veränderungen in Zellspannung und Innen­widerstand.

Phase II
≈ 90 – 130 °C

Separator­degradation, interner Kurzschluss

Mechanische Deformation, Überladung oder Fertigungs­partikel führen zum Durchstoß des Separators. Lokaler Kurzschluss zwischen Anode und Kathode, lokal stark steigende Temperatur.

Phase III
≈ 130 – 200 °C

Elektrolyt­zersetzung, Gasbildung

Organischer Elektrolyt zersetzt sich unter Bildung brennbarer Gase (CO, H₂, CH₄, C₂H₄, HF-haltig). Innen­druck steigt, Sicherheits­ventile sprechen an oder versagen.

Phase IV
> 200 °C

Sich selbst verstärkende Reaktion

Kathoden­material setzt Sauerstoff frei (NMC/NCA stärker als LFP). Die Zelle benötigt für einzelne Reaktions­anteile keine externe Sauerstoff­zufuhr. Bersten, Abblasen, Entflammen, Fortschleudern von Zellbestandteilen.

Phase V
Pack-Ebene

Propagation

Benachbarte Zellen werden thermisch mitgerissen — nicht zwingend gleichzeitig. Ein Pack kann über Stunden bis Tage fortschreitend brennen oder erneut aufflammen. Wieder­entzündungs­gefahr ist Teil des Schadenbildes.

„Explosion"? — eine fachliche Einordnung

Bei Lithium-Ionen-Zellen handelt es sich in der Regel nicht um eine Explosion im sprengtechnischen Sinne, sondern um:

  • Plötzliches Bersten schneller Druckaufbau
  • Abblasen über Sicherheitsventil Designverhalten
  • Ausgasen brennbarer Gemische Vent-Phase
  • Entflammen / Stich­flammen Jet-Fire
  • Fortschleudern von Zellteilen kinetisch
  • Sequentielles Durchgehen nicht synchron
  • Wieder­entzündung nach Stunden / Tagen

Die saubere Begriffs­führung ist gerichtsrelevant — für Gutachten, für Polizei­berichte, für Lösch- und Bergungs­konzepte und für die Risiko­kommunikation.

Zellchemien & Bauformen

Nicht jede Zelle versagt gleich.

Energiedichte, thermische Stabilität, Sauerstoff­freisetzung, Propagations­neigung, Lebensdauer, Tieftemperatur­verhalten und Recyclingfähigkeit unterscheiden sich erheblich. Für den Gutachter zählt nicht die Zellchemie allein, sondern das Gesamtsystem aus Zelle, Pack, BMS, Kühlung und Software.

NMCNickel-Mangan-Kobalt

Energiedichte
Thermische Stabilität

Hochenergetisch, weit verbreitet bei Premium-PKW. Setzt bei Thermal Runaway Sauerstoff aus dem Kathoden­material frei.

NCANickel-Kobalt-Aluminium

Energiedichte
Thermische Stabilität

Sehr hohe Energiedichte, vor allem in US-amerikanischen Plattformen. Thermisch ähnlich kritisch wie NMC.

LFPLithium-Eisen-Phosphat

Energiedichte
Thermische Stabilität

Niedrigere Energiedichte, aber deutlich stabilere Kathodenstruktur. Geringere Sauerstoff­freisetzung, langsameres Versagen.

LiPoLithium-Polymer

Energiedichte
Thermische Stabilität

Pouch-Bauform, vor allem in E-Bikes, Drohnen, Konsumgütern. Mechanisch empfindlich, bläht sich vor Versagen oft sichtbar auf.

Rundzelle18650 · 21700 · 4680

Mechanische Robustheit
Pack-Komplexität

Standardisiert, hohe Stückzahlen. Versagen einzelner Zellen relativ gut isolierbar — wenn Pack­design es zulässt.

PrismatischHartgehäuse

Volumetrische Effizienz
Service­fähigkeit

Höhere volumetrische Energiedichte, häufig im Volumensegment. Moderne CTP-/CTC-Konzepte nutzen prismatische Zellen direkt im Fahrzeug.

PouchCoffeebag-Zelle

Energiedichte
Mechanische Robustheit

Leicht, flach, gut integrierbar — aber empfindlich gegen mechanische Belastung. Aufblähen ist sichtbares Vorzeichen eines Defekts.

Festkörper / Na-IonZukunfts­chemien

Sicherheits­potenzial
Marktreife (PKW)

Festkörper­elektrolyt und Natrium-Ionen versprechen Sicherheits­vorteile, eliminieren aber nicht alle mechanischen, elektrischen und systemischen Risiken.

Pack-Architektur

Modul, Cell-to-Pack, Cell-to-Chassis — und was das für den Schadenfall bedeutet.

Klassische Modulbauweise erlaubt den Tausch einzelner Module nach Schaden. Cell-to-Pack (CTP) verzichtet auf Module zugunsten höherer Energiedichte — Reparatur­fähigkeit und Modul­ersatz werden dadurch eingeschränkt. Cell-to-Chassis (CTC) integriert Zellen unmittelbar in die Fahrzeug­struktur — was die Frage „Reparatur oder Total­schaden" technisch und wirtschaftlich neu stellt. Wer den Schadenfall bewertet, muss Pack-Architektur, Hersteller­freigaben und tatsächliche Sicherheits­relevanz unterscheiden — sonst wird aus einem Modulschaden ein Total­schaden, und aus einem Total­schaden ein vermeintlicher Modulschaden.

Cluster 04 · Ladeinfrastruktur

Die Brandursache liegt nicht immer im Akku.

Elektromobilität verlagert hohe Dauer­leistungen in Wohn­gebäude, Tiefgaragen, Werkstätten, Hotels, Parkhäuser und Mehrfamilienhäuser. Eine 11-kW-Wallbox ist bereits ein erheblicher Dauer­verbraucher. Bei mehreren Lade­punkten geraten Hausanschlüsse, Unterverteilungen, Klemmstellen, Schutzorgane und Zähler­plätze schnell an die Auslegungsgrenze. Ohne saubere Planung, Gleichzeitigkeits­betrachtung, Last­management und Schutz­konzept entstehen genau dort Brand­ursachen, die fälschlich dem Fahrzeug zugeordnet werden.

Hausanschluss & Hauptleitung

Auslegung, Querschnitt, Klemm- und Schraub­verbindungen, thermische Reserven. Bewertung im Bestand und nach Nachrüstung mehrerer Lade­punkte.

Zähleranlage & Unterverteilung

Sammel­schienen, Selektivität, FI/RCD-Konzept (Typ A EV / Typ B), Überspannungs­schutz, thermische Beanspruchung der Klemmen.

Wallbox & Lastmanagement

Statisches/dynamisches Last­management, OCPP-Backend, Pilotsignal CP, Proximity PP, Schütze, Abschalt­mechanismen, Firmware­stand.

Type-2-Stecker & Inlet

Verschmelzungen am Stecker und am Fahrzeug-Inlet sind ein wieder­kehrendes Schadenbild — Ursache liegt nicht zwingend im Fahrzeug, sondern in Kontakt­widerständen.

Gleichzeitigkeit & Spitzenlast

Realistische Lastannahmen statt Bemessung nach Anschlusswert. Bei mehreren Wallboxen ohne Lastmanagement fast immer kritisch.

Schutz­organe & Fehlerstrom

RCD Typ B, RCM, Isolations­überwachung im DC-Bereich, Fehlerstrom­arten DC / AC, prüf­fähige Schutz­konzepte.

§ 14a EnWG & Steuerbarkeit

Private Lade­einrichtungen > 4,2 kW sind als steuerbare Verbrauchs­einrichtungen einzubinden. Einbindung ersetzt aber keine anlagen­bezogene Prüfung.

DC-Schnell­ladung

HPC-Säulen, PLC-Handshake, Spannungsspitzen am DC-Bus, falsche Lade­strategien — und ihre Wirkung auf Fahrzeug-DTCs und Akku­alterung.

Tiefgaragen­brand

Wenn das E-Fahrzeug an der Wallbox stand — heißt das nicht, dass es die Ursache war.

In der Mehrzahl der von uns untersuchten Fälle liegt die Brand­ursache nicht in der Hochvolt­batterie, sondern am 12-V-Bordnetz, an Aftermarket-Komponenten, an der Wallbox, am Type-2-Stecker, am Fahrzeug-Inlet — oder an einem benachbarten Fahrzeug. Pauschale Zuordnungen „EV = Brandursache" halten einer ingenieur­technischen Prüfung selten stand und führen zu unbegründeten Regressen, fehlerhaften Deckungs­entscheidungen und politisch motivierten Pauschal­verboten. Wir liefern die Tatsachen­grundlage — auch dann, wenn sie unbequem ist.

Cluster 02 + 05 · Restwert & Verwertbarkeit

Die Hochvolt­batterie ist das teuerste Bauteil. Behandeln wir sie auch so?

Nach einem Unfall, Brandereignis, Wassereintritt oder Lade­problem ist nicht nur zu klären, ob das Fahrzeug fahrbereit ist — sondern ob der Hochvolt­speicher elektrisch, mechanisch, thermisch und sicherheits­technisch weiter­verwend­bar ist. Häufig endet diese Frage in pauschalem Komplett­tausch oder Total­schaden — obwohl Modul- oder Zell­ersatz technisch und wirtschaftlich der richtige Weg gewesen wäre.

01

Beweis­sichere Bergung

ADR-konformer Transport, Quarantäne­lagerung, Dokumentation der Auslieferung. Kein Zugriff Dritter, lückenlose Chain of Custody.

02

Auslese BMS, CAN, Diagnose

Letzte Zell­spannungen, Innen­widerstand pro Zelle, Temperatur­historie, Lade­zyklen, SoH, BMS-Eingriffe vor Ereignis, Fehlerspeicher.

03

Crashdaten & mechanische Bewertung

Battery­wanne, Crash-Sensoren, Aufprallrichtung, Rest­verformung, sichtbare und latente Schäden an Modulen und Zellverbund.

04

Reparatur­fähigkeit auf Modul- / Zell­ebene

Hersteller­freigabe, Verfügbarkeit von Modulen, Software­stand, Sicherheits­relevanz. Modul­ersatz statt Komplett­tausch — wo zulässig und sinnvoll.

05

Restwert & Verwertbarkeit

Bewertung von Pack, Modulen, Zellen, Gehäuse, Steuergeräten, Leistungs­elektronik. Second Life, Stationär­speicher, Recycling, Rohstoff­wert. Schadenminderungs­obliegenheit.

Was wir bewerten

  • State of Health aus BMS
  • Zellspannungs­spreizung Δ ≥ 50 mV?
  • Innen­widerstand pro Zelle EIS
  • Temperatur­historie HV-Sensoren
  • Mechanische Integrität CT · Endoskopie
  • Sicherheits­ventile / Berstscheiben Sichtprüfung
  • Isolations­widerstand HV-Trenn-Test
  • Hersteller­freigaben Reparaturpfad
  • Software­stand & Rückrufe VIN-basiert
  • Verwertbarkeit Second Life · Recycling
Schadenminderung

Vorschnelle Vernichtung des Akkus kann teurer sein als jeder Reparaturversuch.

Unfall­bedingte Unsicherheit führt häufig zu langen Quarantäne­zeiten, vorsorglichem Komplett­tausch, unnötiger Einlagerung — oder zu Maßnahmen, die den Restwert zerstören. Der VDA hat 2025 eine Handlungs­empfehlung zum sicheren Umgang mit verunfallten E-Fahrzeugen angekündigt; rechtlich belastbare Standards für Bergung, Transport und Lagerung sind notwendig. Unsere Rolle: technische Plausibilitäts­prüfung, sichere Begutachtung, Beweis­sicherung, Restwert­schutz — und die Frage, ob eine behauptete Unverwert­barkeit des Akkus tatsächlich technisch begründet ist.

Cluster 03 · E-Bike, Pedelec, E-Scooter, Tuning

Klein, leise — und versicherungstechnisch oft relevanter als jedes Elektroauto.

Diese Akkus werden in Wohnungen, Kellern, Hausfluren, Werkstätten, Verkaufs­räumen und Lager­bereichen geladen. Anders als bei OEM-Traktions­batterien bestehen hier erhebliche Qualitäts­unterschiede bei Zellen, BMS, Lade­geräten, Reparaturen, Nachrüstungen und Importware. Ein Akku­brand im Wohn­bereich reicht in Folge oft vom Inventar­schaden bis zum Total­verlust des Gebäudes.

Akkubrand im Ladevorgang

Falsche Lade­geräte, beschädigte Lade­buchse, Lade­start nach Frost, kontinuier­liche Über­ladung durch defekte BMS-Abschaltung. Charakteristische Brand­spuren am Lade­anschluss.

Drittakkus & Eigenbau

Reparierte oder umgebaute Akkupacks, Mischbestückung gebrauchter Zellen, fehlendes BMS, ungeeignete Zell­ausbalancierung. Hohe Korrelation mit schweren Brand­ereignissen.

Tuning / Chip-Tuning Pedelec

Drehmoment- und Geschwindigkeits­manipulation verändert die thermische Belastung von Motor, Leistungs­elektronik, Steck­verbindern, Leitungen, Akkupack und BMS — und berührt Betriebs­erlaubnis, Halter­haftung und Obliegenheit.

Lagerung in Wohn­räumen

Akkus im Flucht­weg, in Heizungs­räumen, neben brennbaren Materialien, ohne brand­schutz­technische Trennung. Bewertung der Aufstell­situation und Frage der Obliegenheit.

Frost & Tiefentladung

Lithium-Plating bei Laden im Frost, dauerhafte Schädigung nach Tief­entladung, Lager­schäden im Winter. Spätere Inbetrieb­nahme provoziert Versagen.

Importware ohne Konformität

Fehlende oder unbrauchbare CE-Erklärungen, Zellen unklarer Herkunft, BMS ohne dokumentierte Schutz­funktionen, Lade­geräte ohne CE/EMV-Konformität.

Methodik

Forensik. Nicht Vermutung.

Jeder Befund ist reproduzier­bar, normgerecht und durch einen unabhängigen Sachverständigen prüfbar — auch durch die Gegenseite. Unser Ergebnis ist nie „der Akku hat gebrannt", sondern eine technische Kausal­kette mit Bewertung der Plausibilität, Alternativ­ursachen, Verantwortungs­bereiche und Schadenhöhe.

Unabhängig

Keine Beteiligungen an Herstellern, Reparatur­betrieben, Lade­infrastruktur oder Versicherern. Honorar nicht erfolgs­abhängig.

Normgerecht

VDI 3819, DIN VDE 0100-722, DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100, UNECE R100/R136, UN 38.3, ISO 6469, IEC 62660, DGUV V3, ADR.

Schnell

Tatort­sicherung in der Regel innerhalb von 24–48 Stunden, deutschland­weit und in DACH plus Benelux. International auf Anfrage.

Dokumentations­dicht

Vollständige Bild-, Mess- und Probendokumentation. Beweis­sichere Asservierung. Chain of Custody auf Anforderung der Staatsanwaltschaft.

Mehrsprachig

Gutachten in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Luxemburgisch — ladungsfähig.

Gerichtsfest

Beeideter Sachverständiger des Justizministeriums Luxembourg. Regelmäßige Bestellung durch deutsche Land- und Oberlandesgerichte.

Normen-Kompendium

Was wir anwenden — und woran wir uns messen lassen.

Eine technische Bewertung ohne saubere Norm­bezüge ist gerichtlich angreifbar. Hier die Normen und Regelwerke, die in unseren Gutachten regelmäßig referenziert werden.

DIN VDE 0100-722

Lade­strom­kreise für Elektrofahrzeuge

Stromkreise zur Versorgung von Elektrofahrzeugen, Schutzmaßnahmen, FI/RCD-Anforderungen, Anschluss­punkt-Bereich.

DIN VDE 0100-600

Erstprüfung elektrischer Anlagen

Prüfung neu errichteter und geänderter Anlagen — Voraussetzung für die ordnungsgemäße Inbetriebnahme von Wallboxen.

DIN VDE 0105-100

Betrieb von Starkstrom­anlagen

Wiederkehrende Prüfung, Arbeiten unter Spannung, Verantwortliche Elektrofachkraft, Betriebs­führung.

UNECE R100

Sicherheit elektrischer Antriebsstränge

Anforderungen an Hochvolt­komponenten, Isolations­widerstand, Kurzschluss­fall, Brand- und Crash­szenarien.

UNECE R136

Elektrische Klein­fahrzeuge der Klasse L

Sicherheits­anforderungen für E-Motorräder, E-Roller und vergleichbare Fahrzeuge.

UN 38.3

Transport­prüfungen Lithium­zellen

Prüfungen für den Versand von Lithium-Zellen und -Batterien — Höhensimulation, Temperatur, Vibration, Stoß, Kurzschluss.

ISO 6469

Sicherheit Hochvolt-Bordnetz

Funktionale Sicherheit, Schutz gegen elektrischen Schlag, Energie­speicher­anforderungen für Straßen­fahrzeuge.

IEC 62660

Lithium­ionen­zellen für E-Fahrzeuge

Leistungs- und Lebens­dauer­prüfungen, Sicherheits­prüfungen, Zuverlässigkeit.

ADR

Gefahrgut­transport Straße

Klasse 9, UN 3480 / 3481 / 3171. Beschädigte Lithium­batterien fallen unter Sondervorschriften — Bergung und Transport.

DGUV V3

Elektrische Anlagen & Betriebs­mittel

Unfall­verhütung, regelmäßige Prüfung, Verantwortung des Unternehmers — relevant für gewerblich genutzte Lade­infrastruktur.

§ 14a EnWG

Steuerbare Verbrauchs­einrichtungen

Ladesäulen, Wärme­pumpen, Speicher > 4,2 kW. Netz­dienliche Steuerung — ersetzt aber keine anlagen­bezogene Prüfung.

EU-Batterie-VO

Verordnung (EU) 2023/1542

Nachhaltigkeit, Sicherheit, Kennzeichnung, Lebenszyklus, Recycling, Batteriepass — relevant für Hersteller- und Inverkehrbringer­pflichten.

Mythen & Fakten

Keine Panikmache. Keine Beschönigung. Ingenieurtechnik.

Die öffentliche Debatte schwankt zwischen „Akkus brennen ständig" und „kann gar nichts passieren". Beides ist falsch — und beides hilft Versicherern, Anwälten und Gerichten nicht weiter. Unser Ton: differenziert, faktenbasiert, technisch belastbar.

Mythos

„Elektroautos brennen häufiger als Verbrenner — besonders in Tiefgaragen."

„Wenn ein Akku brennt, ist es ein klassischer Brand wie jeder andere."

„Nach einem Unfall muss die Hochvolt­batterie zwingend komplett getauscht werden."

„Im E-Bike-Akku ist das BMS immer ein zuverlässiger Schutz."

„Eine Wallbox kann man wie eine Steckdose installieren."

Fakt

Belastbare Statistiken — u.a. vom GDV — sprechen gegen eine erhöhte Brand­häufigkeit von E-Fahrzeugen in Tiefgaragen. Was sich unterscheidet, ist Brand­bild, Lösch­problematik und Wieder­entzündungs­risiko.

Akkubrände sind eigene Brand­szenarien: Gas­entwicklung, Wieder­entzündung über Stunden, partielle Sauerstoff­freisetzung aus dem Kathoden­material. Sie lassen sich nicht mit Verbrenner­bränden gleichsetzen.

Modul- und Zell­ersatz sind technisch und juristisch oft zulässig. Pauschaler Komplett­tausch ist häufig schadenminderungs­widrig und nicht durch Hersteller­vorgaben gedeckt.

Bei Drittakkus, Importware, Eigenbauten und manipulierten Pedelecs ist der BMS-Schutz häufig nicht dokumentiert — und versagt im Lade­vorgang besonders gerne.

Wallboxen sind elektrische Anlagen­erweiterungen. Sie erfordern Last­berechnung, Schutzkonzept, Erst­prüfung nach VDE 0100-600 — und in vielen Fällen Anpassungen am Hausanschluss.

Auftraggeber­profile

Was wir für Sie konkret liefern.

Jede Auftraggeber­gruppe hat andere Fragen, andere Fristen und andere juristische Hebel. Wir kennen sie.

Versicherer · Rückversicherer

Deckung, Regress, Schadenhöhe

Technische Plausibilität für Deckungs­entscheidungen. Abgrenzung Eigen- vs. Fremd­ursache. Beweis­sicherung für Rückgriff. Bewertung von Schadenminderungs­obliegenheit und Restwert.

Rechtsanwälte

Privat- & Parteigutachten

Belastbare technische Stellung­nahme im Mandanten­interesse — sachlich, gerichtsfest, unabhängig. Auch zur Vorbereitung gerichtlicher Beweis­aufnahme.

Gerichte · Staatsanwaltschaft

Gerichtsgutachten & Beweis­sicherung

Bestellung als gerichtlich beauftragter Sachverständiger, Tatort­begehung, Beweis­sicherung, Aussage in mündlicher Verhandlung. In acht Sprachen ladungsfähig.

Hersteller & Importeure

Produkt­haftung & Rückruf

Vor­untersuchung von Feldfällen, Abgrenzung Produkt­fehler vs. Anwender­fehler, technische Begleitung von Rückruf­aktionen, Schnitt­stelle zur Anwalts­seite.

Flotten­betreiber

Schaden­serien & Vertrags­fragen

Auswertung wieder­kehrender Schäden, Abgrenzung Hersteller- / Werkstatt- / Nutzungs­fehler, Bewertung von Restwert und Wieder­einsetzbarkeit nach Schaden.

Hausverwaltungen & Immobilien

Tiefgaragen, MFH, Brandschutz­konzept

Bewertung von Lade­infrastruktur im Bestand, Brand­ursachen­abklärung, Stellung­nahme zu Ladeverboten, technische Argumente gegen pauschale Pauschal­verbote.

Häufig gestellte Fragen

Was Versicherer, Anwälte und Halter wirklich wissen müssen.

Brennen Elektroautos häufiger als Verbrenner?

Statistisch belastbare Daten — auch vom GDV — sprechen gegen eine höhere Brand­häufigkeit moderner BEV gegenüber Verbrennern, gerade in Tiefgaragen. Was sich unterscheidet, sind Brand­bild, Brand­last, Lösch­problematik, Wieder­entzündungs­risiko und Quarantäne­bedarf.

Genau deshalb muss jeder Einzelfall sauber technisch geprüft werden — pauschale Zuordnungen sind weder gerichtlich tragfähig noch sachgerecht.

Wie lange muss ein verunfalltes E-Fahrzeug in Quarantäne stehen?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Maßgeblich sind Art und Ausmaß der mechanischen Belastung der Batterie, das Verhalten der Zellspannungen über die Standzeit, die Temperatur­entwicklung sowie die BMS-Daten. Wir bewerten den Quarantäne­bedarf einzelfall­bezogen und dokumentieren ihn — das vermeidet sowohl unnötige Kosten als auch verfrühte Freigaben.

Kann eine Hochvolt­batterie nach einem Unfall noch repariert werden?

Bei vielen aktuellen Plattformen ja — auf Modul- oder Zellebene, sofern Sicherheits­relevanz, Diagnose­tiefe und Hersteller­freigaben dies zulassen. Bei Cell-to-Pack- und Cell-to-Chassis-Architekturen wird die Frage komplexer.

Wir prüfen die Reparatur­fähigkeit technisch und wirtschaftlich — und liefern die Grundlage für die Entscheidung Reparatur vs. Total­schaden, mit Folge für Restwert, Regress und Rückgriffs­ansprüche.

Wer haftet, wenn ein E-Bike-Akku in einer Wohnung brennt?

Das hängt von der Ursache ab: Fertigungs­fehler (Hersteller­haftung), nicht zugelassene Drittakkus oder Eigenbau (Halter­haftung, ggf. Obliegenheits­verletzung), ungeeignete Lade­geräte, Reparatur durch Dritte, Aufbewahrung im Flucht­weg, Tuning. Die technische Aufklärung entscheidet — und genau diese liefern wir.

Wir wollen mehrere Wallboxen in einem Mehrfamilienhaus nachrüsten — was ist zu beachten?

Hausanschluss­leistung, Zähler­platz, Unterverteilung, Selektivität, Fehlerstrom­konzept (RCD Typ A EV / B), Last­management, Gleichzeitigkeits­annahmen, § 14a EnWG-Einbindung, Erst­prüfung nach VDE 0100-600. Wir bewerten die elektrische Eignung im Bestand und liefern eine prüfsichere technische Stellungnahme — auch zur Vermeidung pauschaler Lade­verbote.

Wann ist ein Akku­brand eine „Explosion"?

Im sprengtechnischen Sinn praktisch nie. Was beobachtet wird, ist plötzliches Bersten, Abblasen, Ausgasen, Entflammen oder Fortschleudern von Zellbestandteilen. Eine saubere Begriffs­führung ist gerichtsrelevant — auch für Polizei­berichte, Lösch­konzepte und die Risiko­kommunikation gegenüber Medien.

Was kostet ein Gutachten?

Das Honorar richtet sich nach Untersuchungs­tiefe, Lage des Schadenorts und gewünschter Sprache. Für Versicherer haben wir Rahmen­vereinbarungen. Für Privat­auftrag­geber kalkulieren wir nach JVEG-Sätzen. Wir nennen vor Beauftragung einen verbindlichen Kosten­rahmen.

Ab wann sollten wir Sie einschalten?

So früh wie möglich. Beweise gehen am Schadenort schneller verloren als überall sonst — Brandstellen werden geräumt, Fahrzeuge verschrottet, BMS-Daten überschrieben. Ein Anruf vor der Bergung sichert oft den entscheidenden Beweis.

24/7 Schadenannahme

Schadenfall melden — wir kommen.

Brand, Crash, Wassereintritt, Tiefentladung, Wallbox-Schaden. Je früher wir vor Ort sind, desto belastbarer ist das Gutachten. Direkter Draht zur Geschäftsführung.

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